StartAktuellesAus der RedaktionAdonis & Venus im Seeschloss Monrepos zurück zu alter Frische

Adonis & Venus im Seeschloss Monrepos zurück zu alter Frische

Gute Nachricht für das Haus Württemberg. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Restaurierung eines berühmten Deckengemäldes mit 15 000 Euro

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt für die Restaurierung eines Deckengemäldes in Schloss Monrepos vor den Toren Ludwigsburgs 15 000 Euro zur Verfügung. Der Betrag stammt aus Erträgen ihrer treuhänderischen Prof. Dr. Heide Ziegler-Stiftung sowie aus zahlreichen zweckgebundener Spenden. Dr. Fritz Fischer, Ortskurator Stuttgart der DSD, übergab den zugehörigen symbolischen Fördervertrag an Wilhelm Herzog von Württemberg und Herzog Michael am Mittwoch, 17. Juni 2026.

Hintergrund

Bei den in den letzten Jahren beziehungsweise Jahrzehnten erfolgten Sanierungen des Daches, des Fundaments, der Fassaden und der Innenausstattung des Seeschlosses Monrepos konnten nicht alle Schäden beseitigt werden. Dazu gehören die altersbedingten Schwierigkeiten am Deckengemälde „Adonis verlässt Venus, um auf die Jagd zu gehen“ von Nicolas Guibal im Kuppelsaal. Vor allem die Farben haben derart an Leuchtkraft verloren, so dass das Bildnis immer seltener eines Blickes gewürdigt wurde. Da es weiter zu verblassen drohte, kommt die Restaurierung spät, aber noch nicht zu spät.

Schloss Monrepos wurde inmitten einer weitläufigen Parkanlage von 1760 bis 1765 errichtet. Die Anlage ist über weitläufige Alleen mit dem Schloss Favorite und dem Residenzschloss Ludwigsburg verbunden. Das Schloss befindet sich nahezu an jener Stelle, wo das „Seehäuslein“, das fürstliche Jagdhaus, gestanden hatte. Nachdem der Herzog das Interesse an dem Lustschloss verloren hatte, erfolgte die Fertigstellung des Rokokoschlösschens im klassizistischen Stil erst zwischen 1801 und 1804 durch Nikolaus Friedrich von Thouret im Auftrag von Herzog Friedrich II.

Veränderungen

Während die alte Disposition im Innern weitgehend bewahrt blieb, kam es im Außenbereich zu einschneidenden Veränderungen, die vermutlich durch die vom See aufsteigende Feuchtigkeit notwendig wurden.
Die ursprünglich vorhandene Terrassen- und Treppenanlage wurde beseitigt; der nun offen sichtbare hohe Sockel des Schlossbaus wurde mit einer Arkatur umgeben. Der dreiachsige Mittelpavillon des eineinhalbgeschossigen Werksteinbaus aus Sandstein wird von im Viertelkreis vorschwingenden Flügeln gerahmt.

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