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Hatschi hat Hochsaison

Kaum werden die Tage kürzer und die Temperaturen kälter, geht es los: Die Viren sind zurück. Sie lauern auf Türklinken oder Tastaturen und warten nur darauf, sich auf ein Opfer zu stürzen.
Im Büro zeigen sich verschiedene Typen von Erkältungsgeplagten. Da gibt es die Unverwüstlichen, die sich mit dem Kopf unterm Arm an den Schreibtisch schleppen. Andere arbeiten im Homeoffice, damit die Viren nicht gleich das ganze Büro lahmlegen. Und dann gibt es jene, die im Bett bleiben.
In der Büroküche duftet es derweil nach Erkältungstee. Wobei sich angesichts mancher Dämpfe die Frage stellt, ob nicht jemand heimlich Glühwein in der Mikrowelle erwärmt. Kirschkernkissen werden heiß gemacht, Wärmflaschen gefüllt, Großpackungen von Papiertaschentüchern gekauft und Vitamintabletten gelutscht.
Dabei ist die Erkältungszeit auch eine Lektion in Sachen Menschlichkeit. Plötzlich zählt nicht mehr, wer die meisten Mails beantwortet, sondern wer einem eine Tasse Tee hinstellt und sagt: „Ruh dich aus, ich übernehme.“
Vielleicht sollten wir uns diese Erkenntnis bewahren. Denn so lästig eine laufende Nase ist: Sie erinnert uns daran, dass wir keine Maschinen sind. Und dass die Welt erstaunlicherweise nicht untergeht, wenn wir mal einen Gang zurückschalten. A. Tiefenbacher16

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