Der Kornwestheimer Lackierpistolenhersteller Sata bringt seinen Roboter „Jetstream “ auf den Markt.
Der Kornwestheimer Lackierpistolenhersteller Sata hat jetzt im großen Stil sein neues Produkt „Jetstream“ präsentiert. Nach einem Rundgang durch die High-Tech-Produktion bestaunte die überregionale Fachpresse den Lackierroboter, der neue Maßstäbe im Lackierbereich setzt, insbesondere in der Reparaturlackierung. Der „Jetstream“ lässt sich schon nach kurzer Einarbeitungszeit steuern und übernimmt den gesamten Lackierprozess. Der Roboter lackiert Einzelteile, aber auch ganze Bauteilgruppen.
Es gibt bereits chinesische Unternehmen, die solche Lackierroboter produzieren. In Deutschland aber bläst der „Jetstream“ ein Produkt auf den Markt, das eine Zeitenwende im Lackiergewerbe einläuten könnte. In den Lackierkabinen der rund 4.700 Kfz-Reparaturwerkstätten fällt derzeit noch jede Menge Handarbeit an. Diese könnte künftig in vielen Betrieben entfallen, denn der überaus bewegliche Roboterarm hebt die Automatisierung der Branche jetzt auf ein neues Level.
Partnerschaft mit CurveRobot
Aus dem Reich der Mitte kommt auch die technologische Basis für den „Jetstream“-Roboter. Erst vergangene Woche seien in China die Unterlagen für eine Partnerschaft mit CurveRobot unterzeichnet worden, berichtete Florian Kaiser, der gemeinsam mit Mike Carlos Wolf die Doppelspitze des Experten für Nasslackiertechnologie bildet. Das Kornwestheimer Familienunternehmen, das an seinem Hauptstandort rund 300 der insgesamt 320 Mitarbeiter beschäftigt, beliefert Vertriebspartner in etwa 100 Ländern weltweit. CurveRobot ist ein in Peking ansässiges Start-up-Unternehmen, das sich auf KI-basierte 3D-Spritzroboter spezialisiert hat und jetzt auf technologischer Ebene mit Sata kooperiert. Es sei eine perfekte Partnerschaft, schwärmt Kaiser: „Die chinesische Seite bringt hohe Innovationskraft ein, wir über 100 Jahre Expertise im Lackierbereich.“
Die Automatisierung könne zur Lösung eines Problems beitragen, ergänzt Wolf und meint damit den Fachkräftemangel: „Der ist bei uns angekommen, es werden viel zu wenige Lackierer ausgebildet.“ Hinzu komme, dass in den kommenden Jahren viele Fachkräfte in Rente gingen. Sata bildet selbst aus. Bewerbungen auf Lehrstellen in den Ausbildungsgängen Industriemechaniker/in und Industriekaufmann/-frau können jederzeit eingereicht werden. Die Stellen für das im September be-
ginnende Ausbildungsjahr sind bereits besetzt, die nächsten Bewerber stellt Sata zum Ausbildungsjahr 2027/28 ein.
General Manager David Rau ist zuversichtlich, dass der „Jetstream“ Abnehmer finden wird. Ein wichtiges Argument: „Die Investition amortisiert sich schon nach drei Jahren.“






