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Samstag, 17. Januar 2026
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Prost!

Geht es nach Hendrik Streeck, er ist der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, wird in unserem Lande immer noch zu viel gebechert, womit selbstverständlich der nicht unbedingt gesundheitsfördernde Konsum von Alkohol gemeint ist. Da fragen wir uns natürlich. Wo lebt dieser Mensch? Früher gab es in jeder ordentlichen Fabrik einen Bierautomaten, der am Tag mehrfach nachgefüllt werden musste. Bauarbeiter, Landschaftsgärtner und Handwerker, die sich einst mit der Hand am Hals kratzend über eine zu trockene Baustelle beschwert haben, freuen sich heute, wenn ihnen die Dame des Hauses ein Kännchen Kaffee kocht und ein paar süße Stückle hinstellt. In Deutschland werden pro Jahr und Kopf nur noch 90 Liter Bier getrunken. Zum Vergleich: In den 1970er und 1980er Jahren lag der Verbrauch konstant bei zirka 140 Liter. Ob wir jemals wieder zu dieser alten Stärke zurückfinden? Vor allem, wenn man bedenkt, wie viele Kinder in unserem Land leben, die zum Glück noch nichts trinken und trotzdem in die Statistik eingerechnet werden. Das müssen wir Erwachsenen ganz schön Gas geben, wenn der Schnitt nicht noch weiter sinken soll. Zwei Halbe am Tag sind Pflicht. Mindestens. Dem Herrn Streeck wird dieser Aufruf selbstverständlich nicht gefallen. Den stolzen Brauereien des Landes schon.

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